Rolf Leube alias "Mr. Dresden" im Gespräch mit Florian Leisentritt

Mr. Dresden® trifft Fünf-Sterne-Hoteldirektor Florian Leisentritt

Am 23. April wurde das 5-Sterne-Boutique-Hotel Gewandhaus Dresden unter der Führung der Seaside Gruppe wiedereröffnet. Mr. Dresden® wurde von Hoteldirektor Florian Leisentritt zum Mittagessen in das Steakrestaurant [m]eatery eingeladen, um das neue Konzept des Hauses kennen zu lernen.

"Mr. Dresden“®: Herr Leisentritt, Sie kamen 2010 als Marketing- & Salesdirektor für Radisson Blu nach Dresden und wurden anschließend Hoteldirektor im gleichen Haus. Welche Stationen hatten Sie da bereits hinter sich?

FL: Meine Ausbildung machte ich als Hotelfachmann im Maritim Hotel Würzburg. Anschließend folgten das Maritim Hotel Timmendorfer Strand sowie die Maritim Hotels in München und Frankfurt und die zur Rezidor Hotel Group gehörenden Hotels am Fleesensee und auf Rügen.

„Mr. Dresden“®: Wo ist für Sie dann Ihre Heimat?

FL: An Dresden habe ich mein Herz sofort verloren. Ich habe hier meine Frau kennengelernt und wir haben im letzten Jahr eine Familie gegründet. Mit unserem einjährigen Sohn genießen wir das Familienleben in und um Dresden. Herbert Grönemeyer hat es einmal wunderbar in einem Liedtext zum Ausdruck gebracht: „Heimat ist ein Gefühl“ – und dieses Gefühl, diese Heimat ist für mich Dresden geworden.

„Mr. Dresden“®: Das Hotel Gewandhaus wurde zu Beginn des Jahres von der Seaside Hotel Gruppe übernommen. Sie blieben wie selbstverständlich als Hoteldirektor im Hause. Wie ich hörte, sogar das gesamte Personal. Das spricht dafür, dass Sie ein sehr gutes Team leiten bzw. aufgebaut haben. Was hat sich denn seither verändert?

FL: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der Name „Gewandhaus“ geblieben ist und der Name unmittelbar mit Dresden verbunden ist. Die Seaside Hotel Gruppe hat in Deutschland und auf den kanarischen Inseln insgesamt zehn Hotels - davon vier Hotels in Sachsen: in Leipzig zwei und in Chemnitz und jetzt in Dresden jeweils eins. Die Seaside Hotel Gruppe führt ihre Hotels mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch und nach individuellen dem Hotel angepassten Standards, was uns in Dresden bei der Gestaltung natürlich auch ein paar Freiheiten gelassen hat. Die Übernahme durch den die Seaside Hotel Gruppe erfolgte zum 1. Januar dieses Jahres. In Hochgeschwindigkeit von drei Monaten, also bis März, haben wir das Hotel innen komplett umgebaut und umfangreich renoviert. Dafür wurde vom neuen Betreiber ein siebenstelliger Betrag investiert. Bei unserer Eröffnungsveranstaltung wurden unsere Erwartungen weit übertroffen. Weiterhin haben wir zweikulinarische Besonderheiten in das neue Hotelkonzept integriert. In der einen Neuheit sitzen wir gerade und genießen unser Mittagessen. Es ist unser Steakrestaurant [m]eatery unter der Leitung von Küchenchef Steffen Radegast und Küchendirektor Hendrik Maas. Ich möchte betonen, dass wir kein Steakhouse sondern ein Steakrestaurant sind, welches seinesgleichen in Dresden sucht. Wir bieten Steaks aus drei verschiedenen Regionen an. Das absolute Highlight ist sicherlich unser „Europäisches [m]eatery Weiderind“, welches wir sechs bis acht Wochen in unserer gläsernen Dry-Aging-Box am Knochen bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedriger Temperatur reifen lassen. Dies gibt dem Fleisch eine exzellente kräftige Note und Zartheit. Die Speisekarte können Sie einsehen jederzeit auf unserer Webseite www.meatery.de.

„Mr. Dresden“®: Und was ist das zweite kulinarische Highlight?

FL: Das wird unser Kuchen-Atelier sein. Wir sind gerade noch bei dem letzten Feinschliff und werden es bald eröffnen können. Unsere Patisserie wird von aussen einsehbar sein, und dort werden wir auch zukünftig neben anderen Köstlichkeiten unsere Gewandhaustorte herstellen. Wir konnten für unsere Patisserie den Chef-Patissier aus dem Ritz-Carlton in Berlin, Herrn Dirk Günther, gewinnen. Lassen Sie sich einfach von ihm überraschen.

„Mr. Dresden“®: Wie wünschen Sie sich die Entwicklung von Dresden?

FL: Ich verfolge die Arbeitsgruppen der Vision 2030 von meinem Kollegen Jörg Potreck und wie ich gehört habe, ist die Vision 2030 auch vom Bundesministerium für Wissenschaft und Bildung abgesegnet wurden. Ich bin für Dresden sehr zuversichtlich. Der Traum eines jeden Hoteldirektors ist es, eine hohe Auslastung zu haben. Aufgrund der positiven Aussichten für Dresden bin ich davon überzeugt, dass dieses Ergebnis erreicht werden kann. Wir konnten am vergangenen Wochenende bereits ein ausgebuchtes Haus aufweisen. Das freut uns nach so kurzer Zeit nach der Wiedereröffnung natürlich besonders.

„Mr. Dresden“®: Wenn Sie 200 Millionen Euro von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen würden, wo würden Sie diese investieren?

FL: In erster Linie in die Infrastruktur und in die Erreichbarkeit von Dresden. Ich würde alle wichtigen Luxusmarken in Dresden ansiedeln und würde dazu beitragen, dass mehr Luxustouristen aus der ganzen Welt das schöne Dresden entdecken.

„Mr. Dresden“®: Wie sehen Sie die Entwicklung des Immobilienmarktes in Dresden?

FL: Zweigeteilt! Zum einen würde ich es gerne sehen, dass die Dresdner in Dresden wohnen bleiben und dazu beitragen, dass die Stadt den Mythos der schönsten und reichsten Stadt, den sie schon einmal vor dem Krieg hatte, wieder erhält. Auf der anderen Seite wäre es schön, wenn viele Vermögende eine tolle Immobilie als Zweitwohnsitz in Dresden erwerben würden. Ich höre immer wieder den Satz: „In Chemnitz wird gearbeitet, in Leipzig wird gehandelt und in Dresden wird das Geld ausgegeben.“ Dort müssen wir wieder hinkommen, denn dann sind alle Gewinner in Dresden. Aufgrund der Schönheit der Immobilien bin ich auch wie viele anderen davon überzeugt, dass wir spätestens in zehn Jahren die gleichen Preise haben werden wie in München.

„Mr. Dresden“®: Vielen Dank für das Gespräch. Das Essen war spitze. Als Vorspeise gab es Dreierlei Tartar (Rind, Kalb, Lachs) und zum Hauptgang ein 400 gr. Steak New York Cut vom Europäischen [m]eatery Weiderind – natürlich in der Drying-Aging-Box gereift.